FLB Herford / Aktuelles / Nachrichten

Vorbilder Forum 2026

von Matthias Menzel

Zwei Vorbilder berichten von ihrem beruflichen Werdegang

Am 25. Februar 2026 fand am Friedrich-List-Berufskolleg erneut das etablierte Vorbilder-Forum der Höheren Berufsfachschule statt. Die Veranstaltung hat sich fest im Schuljahreskalender verankert und bietet den Schülerinnen und Schülern jedes Jahr wertvolle Einblicke in persönliche Bildungs- und Berufswege. Auch in diesem Jahr durften wir mit Frau Sezen und Herrn Yesil zwei besondere Gäste begrüßen, die offen und authentisch aus ihrem beruflichen Alltag berichteten. Wir freuen uns sehr, dass beide sich wieder Zeit genommen haben, um die Jugendlichen auf ihrem Weg zu unterstützen.

Sowohl Frau Sezen als auch Herrn Yesil verbindet, dass sie heute in Vollzeit bei Volksbanken tätig sind und parallel am Friedrich-List-Berufskolleg in Kooperation mit der FHM studieren. Nach ihrem Fachabitur bzw. Abitur starteten beide zunächst mit einer Ausbildung bei der Sparkasse Herford. Ein Schritt, der für sie wegweisend war.

Für Herrn Yesil hatte das Vorbilder-Forum eine besondere Bedeutung. Als ehemaliger Schüler der Höheren Berufsfachschule kehrte er an seinen früheren Lernort zurück. Er schilderte eindrucksvoll, wie herausfordernd die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz für ihn gewesen sei. Sein Wunsch, eine Ausbildung beim Finanzamt zu beginnen, erfüllte sich nicht. Doch er betrachtete dies nicht als Rückschlag, sondern als Ansporn, einen alternativen, attraktiven Weg zu finden und konsequent zu verfolgen. Heute leitet er bereits eine eigene Abteilung in einer Volksbank. Sein Satz „Ich hätte mir gewünscht, dass es zu meiner Zeit auch so eine Veranstaltung gegeben hätte“ verdeutlichte, wie wertvoll das Forum für die aktuelle Schülerschaft ist.

Auch Frau Sezen gewährte persönliche Einblicke. Ursprünglich wollte sie ein Studium aufnehmen, entschied sich jedoch nach einem prägenden Praktikum bewusst für eine Ausbildung. In ihren Schilderungen betonten beide Gäste, wie wichtig es sei, Interessen ernst zu nehmen, Erfahrungen zu sammeln und mutig genug zu sein, den eingeschlagenen Weg bei Bedarf neu zu justieren. Besonders hängen blieb die Frage von Frau Sezen: „Wofür mache ich das alles?“
Weiter betonte Sezen die Bedeutung des persönlichen Umfelds. Eltern kennen die eigenen Stärken oft sehr gut und können bei der Berufswahl hilfreiche Impulse geben. So berichtete Frau Sezen etwa von der Unterstützung durch ihre ältere Schwester, die wertvolle Erfahrungen weitergab. Ebenso unterstrichen beide die Rolle der Lehrkräfte als kompetente Ansprechpartner, wenn es um Zukunftsentscheidungen geht.

Das Besondere am Vorbilder-Forum ist der direkte Dialog. Frau Sezen und Herr Yesil bezogen die Schülerinnen und Schüler aktiv ein, stellten motivierende Fragen und zeigten großes Interesse an deren beruflichen Vorstellungen. So entwickelten sich offene Gespräche über Ausbildungsplätze, Studienwege und Zukunftspläne. Auch die Schüler nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und auf die aktuell schwierigen Bedingungen bei der Suche nach kaufmännischen Ausbildungsplätzen hinzuweisen.

Gerade für die Oberstufe, die sich mitten in der Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen befindet, bot die Veranstaltung wichtige Orientierung. Das Vorbilder-Forum vermittelt nicht nur Informationen, sondern auch Zuversicht und Identifikationsmöglichkeiten. Die Jugendlichen wurden bestärkt, ihren eigenen Weg selbstbewusst und reflektiert zu gestalten.

Zum Abschluss gaben die beiden Gäste einen Rat mit, der vielen in Erinnerung bleiben dürfte: „Wählt nicht den Beruf mit dem höchsten Gehalt, sondern den, der euch erfüllt. Plant euren Weg, bleibt flexibel und zeigt Eigeninitiative. Dann kommt der Erfolg von selbst.“

Das Vorbilder-Forum 2026 war ein großer Erfolg. Die persönlichen Geschichten von Frau Sezen und Herrn Yesil haben inspiriert und Mut gemacht. Unser herzlicher Dank gilt beiden für ihre erneute Teilnahme, ihre Offenheit und ihren insgesamt sehr wertvollen Beitrag. Sie haben Spuren hinterlassen. Genau das zeichnet echte Vorbilder aus.

Organisation und Bericht: Frau Wörmann

Zurück